Gesundheitstipp Dezember

Lieferengpässe?

Aktuell kommt es bundesweit wieder zu Lieferengpässen der Hersteller bei wichtigen Arzneimitteln, was steckt dahinter?

Die Gründe sind vielfältig, es gibt aber zwei Haupursachen für die Mangelsituation. Zunächst einmal sind die Lieferketten durch die wiederholten Lockdowns in China und den Krieg in der Ukraine gestört. Der zweite Grund ist aber noch gravierender: Es lohnt sich bei aufwändiger herzustellenden Arzneimitteln wohl einfach nicht mehr, diese weiter für den deutschen Markt zu produzieren. Ein Beispiel: Fieber- und Schmerzsäfte für Kinder, bei denen sich die Preise an den Erstattungsbeträgen der Krankenkassen orientieren. Ein Blick in unsere Artikeldatenbank macht deutlich, dass es in Deutschland bisher fünf Anbieter für Paracetamol-Saft gab, heute nur noch zwei. Wenn dann bei der Herstellung „Sand im Getriebe ist“, sind die Kinder nicht mehr versorgt. Leider führte das zu einem Domino-Effekt: Schnell waren aktuell auch Fieberzäpfchen und Ibuprofen-Säfte in ganz Deutschland vergriffen. Hier können wir nur hoffen, dass sich die Lieferketten stabilisieren und die Produktion wieder anläuft.

Bei anderen Arzneimitteln ist es uns aber bisher immer gelungen, eine Lösung zu finden. So konnten wir häufig dadurch helfen, dass wir alternative Packungsgrößen oder Stärken – hier mit Dosisanpassung – gegeben haben. Das ist natürlich erklärungsbedürftig, aber das ist unsere Aufgabe als Ihre Apotheke vor Ort.

Helmut Gericke

Markt-Apotheke Winsen

https://www.apotheke-winsen.de/